Gentoo Linux ist eine quellbasierte Linux-Metadistribution für fortgeschrittene Linux-Benutzer, die ihr System komplett individuell einrichten möchten. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft, sich mit den Abläufen eines Linux-Systems und der ausführlichen Dokumentation auseinanderzusetzen. Gentoo ist ein Warenzeichen der Gentoo Foundation, Inc., einer Non-Profit-Organisation. Im europäischen Raum ist der deutsche Förderverein Gentoo e.V. der Inhaber der Markenrechte. Der Name Gentoo wurde nach einer besonders schnellen, wenn auch kleinen Pinguinart, dem Eselspinguin (engl. gentoo penguin) gewählt.
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Der Grund für mich Gentoo Linux ein weiteres Mal zu testen war für mich erstens, dass ich es vor einigen Jahren übrhaupt nicht geschafft habe es zu installieren und ich dies nicht auf mir sitzen lassen wollte, zweitens war, dass mir der Umfang einer der üblichen Distributionen, Debian, Ubuntu, Red Hat, … zu groß ist. Installiert man ein Gentoo System installiert man wirklich nur die Komponenten die man benötigt., beispielsweise hab ich hier auf meinem Notebook keinen Cron installiert, brauch ich hier nicht, bei Ubuntu würde mir dieser bei einer Standartinstallation aufgedrängt.
Ich habe jedoch festgestellt, dass für mich persönlich der größte Vorteil ist, dass man bereits bei der Installation einiges über Linux lernt. Allein das einrichten von GRUB ist für den Einsteiger meist nicht trivial, jedoch ist dann die Freude beim ersten Booten des Systems um so größer.
Kennt man sein System ist die Kernel Konfiguration auch nicht weiter wild. Das Gentoo-Handbuch ist nicht nur dabei eine sehr große Hilfle. Hilfreich sind auch lspci und dmseg. Eine Standard Grund Kernel config bekommt man mit make defconfig.
Sobald die Installation abgeschlossen ist, das heißt Datei System kopiert , Kernel kompiliert , ist das Kompilieren / Installieren der Programme danke emerge ( Portage ) kein Problem.
Ich muss zugeben ich habe mehrere Anläufe gebraucht bis mein System lief, doch mittlerweile hab ich auf allen 3 PCs (amd64, x86, ppc ) Gentoo erfolgreich installiert und hab mich total verlieb.



2 Kommentare
Ich bin, als ich begonnen habe, mich näher mit Linux zu beschäftigen, damals ins kalte Wasser gesprungen und habe als blutiger Anfänger Gentoo von Stage 1 installiert, was mit Unterstützung des hervorragenden Handbuches und Internet auch recht gut funktioniert hat. Und du hast recht: man lernt eine Menge dabei und es macht Spaß, das System Stück für Stück aufzubauen.
Der Grund, wieso ich seitdem Gentoo nicht mehr angerührt habe, sondern lieber zu Debian/Ubuntu (Server/Desktop) und apt greife: Zeit. Ich experimentiere in der Regel gerne mit diverser Software und hatte irgendwann einfach nicht mehr den Nerv für jedes Stück Software erstmal zu warten, bis es kompiliert etc. ist. Aber wer weiß: vielleicht wage ich es wieder einmal, habe sicher wieder so einiges vergessen, was ich damals gelernt habe ;)
An sich hast du recht. Aber es gibt auch die Möglichkeit genauso wie mit APT vorkompilierte Pakete zu installieren. Dann dürfte zwischen apt und emerge kein Unterschied von der Zeit sein. Das Tolle ist man hat die Wahl, ob man Zeit hat und einem optimaler Code wichtig ist oder ob einem die Zeitersparnis wichtig ist.
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