Um den Unterschied besser erläutern zu können, werfen wir zuerst einen Blick auf die Grundlagen der Speicherverwaltung.
Jedem Programm wird ein virtueller Adressraum zugeordnet, dieser ist unabhängig vom physikalischen Speicherort auf dem RAM – Riegel. Dieser virtuelle Adressraum wird wiederrum in gleich große Blöcke unterteilt, die sogenannt Seiten, engl. Page. Je nach dem was benötigt wird werden die Seiten in den RAM geladen oder auf den swap (presistenter Auslagerungs Speicher in Linux / in Windows: Auslagerungsdatei) ausgelagert.
Es gibts 2 Strategien die Seiten auf dem RAM zu verwalten:
Einzelseitenanforderungsstrategie (on demand): eine Seite wird genau dann
geladen, wenn auf sie zugegriffen wird und sie sich noch nicht im
Arbeitsspeicher befindet.Seiten-Prefetching: Seiten werden im Voraus geladen, um sie sofort bei
Bedarf verfügbar zu haben.
Quelle: Schlichter, TU München
Linux bedient sich dem Prefetching was einen sehr schnellen Zugriff auf die Daten ermöglicht.
Windows kombiniert diese beiden
Tendenziell benötigt Linux somit mehr Arbeitsspeicher als Windows, jedoch stellt sich die Frage welche Technik bei durchschnittlichen RAM Größen von 1-2GB sinnvoller / effizienter ist.
Mittels Prefetching kann schneller auf benötigte Seiten zugegriffen werden, da diese schon im RAM vorhanden sind.
Da in der heutigen Zeit ausreichend RAM zur Verfügung steht, ist mir persönlich die Speicherverwaltung von Linux wesentlich sympatischer.



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